Cityrad, Trekkingrad, Mountainbike, Klapprad, Lastenrad oder E-Bike –
Alltagsräder verlieren nach anderen Regeln an Wert als Rennräder. Die
ADFC-Faustformel sagt: 20 % Abschlag direkt beim Kauf, 50 % Zeitwert
nach zwei Jahren. Wir zeigen, was dahintersteckt, wie E-Bikes und
Lastenräder abweichen – und wie du deinen Restwert selbst überschlagen kannst.
myfairbike.de · Stand 23.10.2026 · ~10 Min. Lesezeit
ADFC-Faustformel – Restwert eines Citybikes (Beispiel: 500 € Neupreis)
Neu
100 %
500 €
1 Jahr
70 %
350 €
2 Jahre
60 %
300 €
3 Jahre
50 %
250 €
5 Jahre
20 %
100 €
8 Jahre
10 %
50 €
10 Jahre
5 %
25 €
Beispielhafte Wertverfalltabelle für ein typisches Citybike, wie sie auf mehreren
unabhängigen Ratgeberseiten für Alltagsräder verwendet wird – Quelle siehe Quellenverzeichnis
unten. Reale Preise weichen je nach Marke, Zustand und Nachfrage ab.
Die ADFC-Faustformel: 20 % Wertverlust direkt beim Kauf, rund 50 % Zeitwert
nach zwei Jahren – danach halbiert sich der Restwert etwa alle vier Jahre. Diese Regel wird in
mehreren Ratgebern für Stadt- und Trekkingräder zitiert und dient vor allem als Richtwert bei
Preisverhandlungen.
Auch gerichtlich bestätigt: Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat einen
Wertverlust von rund 50 % innerhalb der ersten zwei Jahre als realistisch anerkannt
(Az. 1 U 234/02). Für die steuerliche Abschreibung wird bei Fahrrädern und E-Bikes in
Deutschland regulär von 7 Jahren Nutzungsdauer ausgegangen – linear rund ein Siebtel des
Kaufpreises pro Jahr, in der Praxis oft mit stärkerem Abschlag in den ersten Jahren.
Update 28.08.2026: Rechner-Modell kalibriert – weg vom linearen Ansatz
Update 14.10.2026: Der Rechner nutzt inzwischen eine flachere Alterskurve
(k = 0,20 ohne Motor, k = 0,22 für E-Bikes) und für den Zustand „Gut“ den Faktor 0,85 statt
0,57. Grund: Die Citybike-Tabelle bildet bereits ein normal gebrauchtes Rad ab – zusammen mit
dem alten Zustandsfaktor wurde doppelt abgeschlagen. Eigene Inserate zeigen eine noch flachere
Kurve (k ≈ 0,15); k = 0,20 ist eine bewusste Setzung zwischen beiden Werten, keine Kalibrierung.
Außerdem wirkt die Marken-Kategorie seit diesem Update nicht mehr auf den Wert. Die Tabelle
direkt hier und der Abschnitt „Was wurde behoben“ dokumentieren den Stand vom 28.08.2026, das
Diagramm darunter zeigt die aktuelle Kurve.
Der Abgleich mit der ADFC-Faustformel oben hat gezeigt: Ein linear fallender Altersfaktor
(fixe 11 % bzw. 14 % pro Jahr) bildet reale Wertverlustkurven schlecht ab. Wir haben den
Rechner daraufhin umgestellt – von einer linearen auf eine exponentielle
Alterskurve, kalibriert per Log-Regression direkt auf die Citybike-Restwerttabelle von oben
(Anker bei 1/2/3/5/8/10 Jahren). Ergebnis: Der Rechner liegt jetzt spürbar näher an der
Faustformel als vorher:
Alter
ADFC / Citybike-Tabelle
Rechner bisher (linear)
Rechner 28.08.2026 (kalibriert)
Rechner aktuell (seit 14.10.2026)
Direkt nach Kauf
80 %
100 %
100 %
100 %
1 Jahr
70 %
89 %
74 %
82 %
2 Jahre
60 %
78 %
55 %
67 %
3 Jahre
50 %
67 %
41 %
55 %
5 Jahre
20 %
45 %
23 %
37 %
Was wurde behoben – und was noch nicht
✓ Behoben: Linear → exponentiell. Statt jedes Jahr denselben Prozentsatz
abzuziehen, fällt der neue Altersfaktor vorne steil und flacht danach ab – wie die reale
Citybike-Kurve. Formel: Altersfaktor = e^(−k · Alter), mit k = 0,295 für Räder
ohne Motor und k = 0,323 für E-Bikes (beide per Log-Regression auf die jeweiligen
Restwert-Anker bestimmt).
✓ Behoben: Untergrenze zu hoch. Die Untergrenze wurde von 15 % auf 3 % des
Neupreises gesenkt – vorher landete jedes Rad ab rund 8 Jahren pauschal beim selben Wert,
obwohl die Citybike-Tabelle für 10 Jahre alte Räder nur noch 5 % ausweist.
– Noch offen: Kein "Tag-1-Abschlag". Der Altersfaktor startet bei Alter 0
weiterhin bei 100 % statt bei den rund 80 %, die die ADFC-Faustformel für den Moment des
Besitzerwechsels ansetzt. Das erklärt den verbleibenden Abstand direkt nach dem (fiktiven)
Kauf und in den ersten Monaten – dieser Punkt ist der nächste geplante Kalibrierungsschritt.
ℹMethodik: k wurde per Log-Regression (k = −Σ(t·ln v) / Σt²) auf die
Restwert-Anker der Citybike-Tabelle bestimmt (ohne Motor: 1J/70 %, 2J/60 %, 3J/50 %,
5J/20 %, 8J/10 %, 10J/5 %). Für E-Bikes flossen nur Jahr 1 und 2 in die Regression ein
(1J/70 %, 2J/53 %), da das einzige verfügbare 5-Jahres-Beispiel für E-Bikes zwischen
Quellen widersprüchlich ist (siehe Quellenverzeichnis) und sonst falsche Präzision
vorgetäuscht hätte.
Nächster Schritt, sobald genug eigene Daten vorliegen: Die Kurve unten ist
aktuell eine Setzung auf Basis externer Quellen (Citybike-Tabelle) und erster Signale aus
eigenen Inseraten, keine aus eigenen Daten gemessene Restwertkurve. Sobald die
normale-raeder-Datenbank (Start 04.08.2026) genug Inserate je Radtyp und Antrieb enthält,
ersetzen wir diese Formel-Kurve durch eine empirisch gemessene Restwertkurve
aus echten myfairbike-Daten – analog zum Vorgehen beim
Rennrad-Wertverlust-Artikel, dessen Kurven bereits
auf rund 1.600 ausgewerteten Inseraten beruhen.
Altersfaktor nach Jahren – ohne Motor vs. E-Bike (Rechner-Modell, Stand 14.10.2026)
Ohne Motor · Cityrad, Trekkingrad, MTB, Klapprad · e^(−0,20·Alter)
E-Bike · e^(−0,22·Alter), zusätzlich × 0,93 Akku-Malus ab Jahr 4
Reiner Altersfaktor unseres Rechners (Stand 14.10.2026), Zustand und Ausstattung sind hier
bewusst konstant gehalten und wirken zusätzlich. k = 0,20 bzw. 0,22 ist eine bewusste Setzung
zwischen der Citybike-Restwerttabelle und den flacheren Kurven aus eigenen Inseraten; auch
die Zustandsfaktoren sind gesetzt, nicht empirisch kalibriert. Die Marken-Kategorie wirkt
nicht auf den Wert.
Antrieb
Ohne Motor
−18 % im 1. Jahr
Exponentieller statt linearer Wertverlust: großer Einbruch am Anfang, danach zunehmend flacher – wie bei der realen Citybike-Kurve.
Cityrad · Trekkingrad · Mountainbike · Klapprad
Antrieb
E-Bike, Jahr 0–3
−20 % im 1. Jahr
Etwas steilere Kurve als ohne Motor: höherer Neupreis und schnellere Modellzyklen bei Motor und Akku-System.
Pedelec Cityrad · E-Trekkingrad · E-MTB
Antrieb
E-Bike, ab Jahr 4
zusätzlich × 0,93 Akku-Malus
Ab dem vierten Jahr gilt der Akku als Risikofaktor: Käufer preisen einen möglichen Tausch ein, auch wenn die Kapazität noch ausreicht.
Ältere Akku-Generationen · abgekündigte Systeme
Warum Alltagsräder anders altern als Rennräder
Für Rennräder haben wir in einem eigenen Ratgeber-Artikel
gezeigt, wie stark Preisklasse und Elektronik-Generation den Wertverlust treiben. Bei Cityrad,
Trekkingrad, Mountainbike, Klapprad oder E-Bike spielt das kaum eine Rolle – hier zählen neben
Neupreis und Alter vor allem zwei Faktoren: Antrieb (mit oder ohne Motor) und
Zustand.
Der wichtigste Unterschied zuerst: Ein Alltagsrad ohne Motor verliert deutlich gleichmäßiger an
Wert als ein Rennrad im Top-Segment. Es gibt keinen Generationswechsel, der über Nacht 15–20 %
Wert kostet, und keine proprietäre Elektronik-Gruppe, die den Wiederverkauf einschränkt. Dafür
kommt bei E-Bikes ein anderer Faktor ins Spiel, den Rennräder in dieser Form nicht kennen:
der Akku.
Die Kernformel: Restwert = Neupreis × Altersfaktor × Zustandsfaktor.
Bei E-Bikes kommt ab Jahr 4 ein zusätzlicher Akku-Malus hinzu.
Der Akku als eingebauter Wertverlust-Timer
Anders als ein Rennrad-Rahmen hat ein E-Bike-Akku eine begrenzte Lebensdauer – üblicherweise
500 bis 1.000 volle Ladezyklen, danach lässt die Kapazität spürbar nach. Ein Tausch kostet je
nach System mehrere hundert Euro. Käufer wissen das und kalkulieren es beim Gebrauchtkauf ein,
selbst wenn der aktuelle Akku noch gut funktioniert. Deshalb setzt unser Rechner ab dem vierten
Jahr einen zusätzlichen Abschlag von rund 7 % an – zusätzlich zur ohnehin schon etwas steileren
Alterskurve für E-Bikes.
Wie stark das in der Praxis ausschlägt, zeigen unabhängige Quellen: Für E-Bikes werden häufig
rund 30 % Wertverlust im ersten Jahr und etwa 50 % nach zwei Jahren genannt – spürbar mehr, als
unser Rechner-Modell aktuell ansetzt. Eine Beispielrechnung für ein City-E-Bike mit 3.000 Euro
Neupreis:
Alter
Restwert
in %
1 Jahr
~ 2.100 €
~ 70 %
2 Jahre
~ 1.600 €
~ 53 %
5 Jahre
900–1.100 €
~ 30–35 %
Ein E-Bike mit geringer Laufleistung (unter 1.000 km) und wenigen Ladezyklen erzielt im
Verhältnis zum Neupreis meist ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als ein stark
genutztes Exemplar mit vielen Ladezyklen und sichtbarem Verschleiß.
Sonderfall Lastenrad: teuer, aber wertstabil
Lastenräder – gerade elektrische – sind in der Anschaffung mit die teuersten Alltagsräder
(oft 4.000 bis 7.000 Euro), gelten aber als vergleichsweise wertstabil. Ein Kostenvergleich
zeigt: Ein gutes Lastenrad verliert im ersten Jahr typischerweise nur rund 250 Euro an Wert –
ein kleiner Neuwagen im selben Zeitraum rund 1.500 Euro, trotz eines deutlich höheren
Anschaffungspreises beim Auto.
Alter
Restwert (Beispiel 4.200 €)
in %
1 Jahr
~ 3.000 €
~ 71 %
2 Jahre
~ 2.350 €
~ 56 %
5 Jahre
1.500–1.700 €
~ 35–40 %
Erfahrungsberichte aus Cargobike-Foren bestätigen dieses Muster: Beim allerersten Wiederverkauf
sind 40–50 % Abschlag gegenüber dem Neupreis üblich, danach bleibt der Markt für gut erhaltene
Lastenräder auf einem relativ stabilen Preisniveau. Grund ist die hohe Alltagstauglichkeit bei
gleichzeitig begrenzten Alternativen – wer ein Lastenrad sucht, hat wenig Auswahl an
vergleichbaren Gebrauchträdern. Entscheidend bleibt auch hier der Akkuzustand: Nach fünf oder
mehr Jahren wird die verbleibende Kapazität zum wichtigsten Preisfaktor.
Die Marke steckt beim Alltagsrad schon im Neupreis
Unser Rechner fragt eine von vier groben Marken-Kategorien ab, rechnet sie aber seit dem
14.10.2026 nicht mehr als Auf- oder Abschlag ein. Der Grund: Das Preisniveau einer Marke steckt
bereits im Neupreis, den du eingibst. Ein zusätzlicher Markenfaktor hätte Premium-Marken doppelt
belohnt und Einstiegsmarken doppelt bestraft. Die Kategorie fließt nur noch in die angezeigte
Konfidenz ein – also in die Frage, wie viele vergleichbare Inserate es gibt.
Kategorie
Beispielmarken
No-Name / Baumarktmarke
unbekannte Marken, Hausmarken
Einstiegsmarke
Fischer, Prophete, Zündapp
Etablierte Marke
Kalkhoff, Kettler, Cube, Gazelle
Premium / Manufaktur
Riese & Müller, Tern, Brompton
Dass die Marke für den Preis trotzdem zählt, ist eine Marktbeobachtung, kein Rechner-Faktor:
Premium- und Manufaktur-Marken mit treuer Käuferschaft und langer Ersatzteilverfügbarkeit
werden auf Gebrauchtmarktplätzen zu höheren Preisen angeboten als Einstiegs- oder
No-Name-Räder – vermutlich vor allem, weil sie schon neu teurer sind.
Der Zustand verändert den Preis stärker als ein einzelnes zusätzliches Jahr Alter. Ein Beispiel: Ein 700-Euro-Trekkingrad ohne Motor, drei Jahre alt
(Altersfaktor ~55 %, ohne Ausstattungsaufschlag), erzielt je nach Pflegezustand ganz
unterschiedliche Preise (Restwert in % des Neupreises):
Neuwertig
63 %
~ 440 €
Sehr gut
52 %
~ 360 €
Gut
47 %
~ 330 €
Befriedigend
33 %
~ 230 €
Schlecht
18 %
~ 130 €
Zwischen "Neuwertig" und "Schlecht" liegt bei gleichem Alter also rund das 3,5-Fache
(Zustandsfaktor 1,15 gegenüber 0,33) – der Zustand entscheidet hier stärker über den Preis als
ein einzelnes zusätzliches Jahr Alter.
ℹNeupreis × Altersfaktor × Zustandsfaktor × Ausstattungsaufschlag,
gedeckelt auf maximal 88–90 % des Neupreises. Bei E-Bikes ab vier Jahren kommt zusätzlich der
Akku-Malus (× 0,93) hinzu. Altersfaktor = e^(−k · Alter) mit k = 0,20 ohne Motor bzw. 0,22
für E-Bikes (mindestens 3 %); Zustandsfaktor: Neuwertig 1,15, Sehr gut 0,95, Gut 0,85,
Befriedigend 0,60, Schlecht 0,33. Die Marken-Kategorie verändert den Wert nicht.
Wichtig zu wissen: Der Radtyp selbst (Cityrad, Trekkingrad, MTB, Klapprad …) fließt aktuell nicht
direkt in die Formel ein – entscheidend ist primär, ob das Rad einen Motor hat. Die Radtyp-Auswahl
steuert vor allem, mit welchen Vergleichsinseraten dein Ergebnis eingeordnet wird. Das ist ein
bewusster Zwischenstand: Die Datenbasis für Alltagsräder wird seit dem 04.08.2026 aufgebaut und
ist noch klein. Sobald genug Inserate je Radtyp vorliegen, sollen radtyp-spezifische Kurven wie
beim Rennrad folgen.
Für Ausstattung wie Beleuchtung, Schutzbleche, Gepäckträger oder Nabendynamo gibt es einen kleinen
Aufschlag von zusammen bis zu 5 % – funktionierende Grundausstattung erhöht die Verkaufschancen
und den erzielbaren Preis leicht.
Restwert selbst überschlagen – ein Beispiel
Ein zwei Jahre altes E-Bike (Zustand "Gut", Neupreis 2.200 €, ohne Ausstattungsaufschlag)
rechnet sich so:
Faktor
Wert
Rechnung
Neupreis
2.200 €
Basis
Altersfaktor (2 Jahre, E-Bike)
64 %
e^(−0,22 × 2)
Zustandsfaktor "Gut"
85 %
fix
Marken-Kategorie
–
fließt nicht in den Wert ein
Geschätzter Restwert
~ 1.200 €
2.200 € × 0,644 × 0,85
Zum Vergleich: Dasselbe Rad ohne Motor, aber sonst identisch, läge nach zwei Jahren bei einem
Altersfaktor von 67 % statt 64 % – rund 1.250 € statt 1.200 €, also nur etwa 50 € Unterschied. Mit der neuen, exponentiellen
Kurve liegen beide Antriebsarten in den ersten Jahren enger beieinander als früher; der große
Effekt des Akkus zeigt sich erst später, wenn ab Jahr 4 der zusätzliche Malus greift.
Nach der ADFC-Faustformel: 20 % direkt beim Kauf, rund 50 % Zeitwert nach zwei Jahren, danach Halbierung etwa alle vier Jahre. Beispiel Citybike (500 € Neupreis): 350 € nach 1 Jahr, 250 € nach 3 Jahren, 50 € nach 8 Jahren. Auch das OLG Düsseldorf bestätigt rund 50 % Wertverlust in den ersten zwei Jahren als realistisch (Az. 1 U 234/02).
Was besagt die ADFC-Faustformel zum Fahrrad-Wertverlust?
20 % Wertverlust direkt beim Kauf, ~50 % Zeitwert nach zwei Jahren, danach Halbierung etwa alle vier Jahre. Sie wird in mehreren Ratgebern für Stadt- und Trekkingräder zitiert und dient vor allem als Richtwert bei Preisverhandlungen.
Was ist mein gebrauchtes Fahrrad noch wert?
Das hängt von Neupreis, Alter, Zustand, Marke und Antrieb ab. Der kostenlose Rechner liefert in unter einer Minute eine Preisspanne mit den wichtigsten Werttreibern.
Wie berechne ich den Restwert meines Fahrrads selbst?
Als grobe Orientierung eignet sich die ADFC-Faustformel (siehe oben). Unser Rechner nutzt zusätzlich eine feinere, exponentielle Formel: Neupreis × Altersfaktor (e^(−k × Alter), k = 0,20 ohne Motor bzw. 0,22 bei E-Bikes) × Zustandsfaktor (33–115 %), gedeckelt auf max. 88–90 % des Neupreises. Die Marken-Kategorie fließt nicht in den Wert ein, weil das Preisniveau der Marke schon im Neupreis steckt.
Verlieren E-Bikes schneller an Wert als Fahrräder ohne Motor?
Ja, deutlich. In der Praxis werden rund 30 % Wertverlust im ersten Jahr und ~50 % nach zwei Jahren genannt – ein 3.000-Euro-E-Bike ist nach zwei Jahren oft nur noch ~1.600 € wert. Hauptgrund ist der Akku: Ladezyklen und Kapazitätsverlust wirken sich stark auf den Wiederverkaufswert aus. Ausführliche Restwert-Tabelle für 1–10 Jahre: E-Bike Wertverlust nach Jahren →
Verlieren Lastenräder auch so schnell an Wert wie andere Fahrräder?
Nein – Lastenräder gelten trotz hoher Anschaffungspreise als vergleichsweise wertstabil. Im ersten Jahr sind oft nur rund 250 € Wertverlust üblich. Beim allerersten Verkauf fallen meist 40–50 % Abschlag an, danach bleibt der Preis auf stabilerem Niveau.
Was ist der Unterschied zwischen Restwert und Verkaufspreis?
Der Restwert ist eine rechnerische Schätzung. Der tatsächliche Verkaufspreis hängt zusätzlich von Angebot, Nachfrage und Verhandlung ab – deshalb zeigen wir immer eine Preisspanne statt eines Festpreises.
Tagesspiegel (2020): Preisverlauf von gebrauchten Fahrrädern: Nur die Hälfte wert. 20 % Wertverlust direkt beim Kauf.
tagesspiegel.de ↗
lexbike: Was ist mein Fahrrad wert? (Kostentabelle je nach Alter). Citybike-Wertverfalltabelle, E-Bike-Beispielrechnung.
lexbike.de ↗
Der Spiegel: Das E-Bike von der Resterampe. Akku- und Motorzustand beim E-Bike-Gebrauchtkauf.
spiegel.de ↗
ebikeabsicherung.de: E-Bike Wertverlust Rechner – Was ist dein E-Bike noch wert? Restwert-Beispielrechnung 3.000-€-E-Bike.
ebikeabsicherung.de ↗
Das Radhaus: Kostenvergleich: Auto vs. Lastenfahrrad – Was lohnt sich mehr? Wertverlust Lastenrad vs. Kleinwagen.
das-radhaus.de ↗
Cargobike-Forum: Wiederverkaufswert. Praxiserfahrungen zum Abschlag beim Lastenrad-Erstverkauf (40–50 %).
cargobikeforum.de ↗
Statista (2025): Durchschnittspreise verkaufter Fahrräder 2024. Ø 500 € für konventionelle Fahrräder in Deutschland.
de.statista.com ↗
myfairbike.de Interims-Rechner (Stand 14.10.2026): Alters- und Zustandsfaktoren für Alltagsräder
als bewusste Setzung, noch nicht empirisch kalibriert; die Marken-Kategorie wirkt nicht auf den
Wert. Datenbasis im Aufbau seit 04.08.2026 – Faktoren werden mit wachsender Inseratszahl
empirisch nachjustiert.
Autor: Dennis Huckfeldt — betreibt myfairbike.de und entwickelt die Datenpipeline und Bewertungsmodelle hinter dem Rechner. Wie wir bewerten →